LEHRGANG zum PRODUCT COMPLIANCE OFFICER
gemäß ISO/IEC 17024

Der Begriff Product Compliance gewinnt zunehmend an Bedeutung. Er wird immer wichtiger für jedes Unternehmen, das Produkte herstellt oder importiert und so auf den Markt bzw. „in den Verkehr“ bringt. Denn jedes Unternehmen steht dafür gerade, dass sein Produkt „jeglichen zutreffenden behördlichen und gesetzlichen“ Anforderungen entspricht. Dabei ist es zunächst unerheblich, ob es sich um ein Spielzeug, ein Haushaltsgerät mit integriertem WLAN-Modul, ein Bierglas mit Eichstrich oder gar um eine Verpackungsmaschine für Lebensmittel handelt.

Diese vielfältigen Anforderungen für die Produktkonformität zu ermitteln, umzusetzen und nachhaltig einzuhalten, erfordert ein ausgeprägtes regulatorisches sowie normatives Wissen auf allen Prozessebenen. In den jeweiligen Vertriebsregionen – angefangen vom Europäischen Binnenmarkt bis zu den internationalen Märkten wie den Vereinigten Staaten von Amerika oder China – gelten entsprechende Rechtsvorschriften, die beim Inverkehrbringen zwingend einzuhalten sind, um weitreichende Folgen zu vermeiden. Das Unternehmen muss sicherstellen, dass es „die Fähigkeit besitzt, die Anforderungen an die Produkte und Dienstleistungen, die Kunden angeboten werden, zu erfüllen“.

Die Vermittlung dieser Fähigkeiten steht im Mittelpunkt unseres Lehrgangs zum zertifizierten Product Compliance Officer. Erwerben Sie das notwendige Fachwissen zum gesetzeskonformen Inverkehrbringen von Produkten und gewinnen Sie Sicherheit auf vielen Ebenen!

Weniger Risiko, mehr Handlungssicherheit

Umfangreiches Product-Compliance-Know-how, eine gute Orientierung, erprobte Prozesse und hilfreiche Tools – das alles steckt in diesem Lehrgang.

 

 

Programm & Termine

Vier Tage voller Fachwissen

Tag 1: Grundlagen

I. Einführung

  • Informationen zum Lehrgangsverlauf und der Prüfung
  • Product Compliance Management – Grundbegriffe, Beispiele
  • Was ist überhaupt ein Produkt?
  • Die juristische Landkarte „öffentliches Recht, Strafrecht, Produkthaftung, deliktische Produzentenhaftung und Vertragsrecht“
  • Das 5-Phasen-Modell „Marktzugangsvoraussetzungen, Produktdesign, Produktion, Inverkehrbringung und Produktnutzung“

II. Marktzugangsvoraussetzungen

  • Gesetzliche Produktanforderungen ermitteln und bewerten (Schutzzielbasierende Methodik)
  • Übersicht über die Binnenmarktvorschriften in der Europäischen Union
  • Adressaten für Product Compliance: Hersteller, Importeure und Händler
  • Rechtssysteme anderer Regionen und Drittstaaten am Beispiel Produktsicherheit für gewerbliche Produkte und Verbraucherprodukte
  • Abkommen zur gegenseitigen Anerkennung von Konformitätsbewertungsergebnissen und -stellen
  • Fallbeispiel – Erstellung eines „Product Compliance Requirement Frames“

Tag 2: Anforderungen bei der Produktherstellung

III. Produktdesign (Entwurfsphase)

  • Ermittlung der konkreten Produktanforderungen
  • Risikobeurteilung – Methodiken, Normen und Leitlinien
  • Konformitätsbewertungsverfahren, Zulassung und Zertifizierung
  • Bedeutung von Prüfzeichen im globalen Markt im Vergleich zur CE-Kennzeichnung
  • Entwicklung von Marktzulassungsstrategien • Technische Anforderungen (anerkannte technische Regeln, Normen, harmonisierte Normen)
  • Nationale, europäische und internationale Normung und deren Strukturen
  • Fallbeispiel – Erstellung einer konkreten Anforderungsliste der geltenden Rechtsvorschriften und Normen eines Produktes für die jeweiligen Zielmärkte

IV. Produktion (Herstellungsphase)

  • Qualitätssicherung
  • Serienkonformität sicherstellen
  • Lieferkette
  • Rückverfolgbarkeit

V. Anforderungen zum Inverkehrbringen der Produkte

  • Kennzeichnung der Produkte
  • Erstellung von Anleitungen und Sicherheitshinweisen
  • Erstellung der erforderlichen technischen Unterlagen
  • Ausstellung der erforderlichen Konformitätsbescheinigungen
  • Anbringung der erforderlichen Konformitätskennzeichen
  • Stolperfallen (Best Practices)
  • Mögliche Sanktionen bei Nichteinhaltung der Anforderungen

Tag 3: Product Compliance nachhaltig sichern

VI. Produktnutzung

  • Tätigkeiten nach dem Inverkehrbringen – Übersicht
  • Steuerung von Änderungen am Produkt mit möglichen Auswirkungen auf die Produktkonformität
  • Überwachung von Änderungen der angewandten Rechtsvorschriften und Normen
  • After-Market-Pflicht „Produktbeobachtung nach dem Inverkehrbringen“
  • Korrekturmaßnahmen „Rückruf, Rücknahme“
  • Behördenkommunikation und Notifikationspflichten einschließlich Risikobewertung nach den neuen RAPEX-Leitlinien für gewerbliche Produkte und Verbraucherprodukte
  • Vergleich mit anderen Wirtschaftsräumen
  • Fallbeispiel

VII. Betriebsorganisation und Prozesse

  • Risikomanagement und Compliance Management – Schnittstellen zum Product Compliance Management
  • Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten im Produktentstehungsprozess
  • Effektive und effiziente Erreichung von Product Compliance
  • Fragen zu den Lehrgangsthemen

VIII. Informationsquellen

  • Öffentliche Quellen
  • Datenbanken
  • Netzwerke
  • Gremien
  • Literaturliste

IX. Prüfungsvorbereitung

  • Lehrgangsteilnehmer erhalten die Gruppenprüfungsaufgaben
  • Vorbereitung der Präsentation in Gruppenarbeit

Tag 4: PCO-Prüfung

X. Prüfung

  • Zweiteilige Prüfung bestehend aus Gruppenaufgabe und Wissensfragen

Mehr zum Zertifizierungsschema P33 von Austrian Standards inklusive Details zu Zulassung, Prüfung, Bewertung und Gültigkeit finden Sie hier als PDF.

Interesse geweckt? 

Zur Anmeldung nutzen Sie bitte das Formular, das Sie auf den Seiten der jeweiligen Termine finden. Die Lehrgangsinhalte sind an den verschiedenen Terminen und Veranstaltungsorten identisch, sie unterscheiden sich lediglich aufgrund der jeweiligen Zusammensetzung der Teilnehmer, ihres Kenntnisstands sowie ihrer individuellen Fragen.

Auf Anfrage können wir diesen Lehrgang als Inhouse-Veranstaltung anbieten, auch in englischer Sprache – kontaktieren Sie uns einfach!

Teilnehmerstimmen

Weit über 150 Product Compliance Officer haben wir in den letzten Jahren erfolgreich ausgebildet. In kleinen Gruppen kommen maximal 15 Teilnehmer verschiedenster Branchen und Unternehmensgrößen zusammen.

Ob Maschinenbau, Automotive, Elektrobranche oder auch Prüflabore, Unternehmensberatungen oder Rechtsanwaltskanzleien – alle Teilnehmer profitierten von der Praxisnähe des Lehrgangs und dem Erfahrungsaustausch untereinander. Lesen Sie selbst!

"Ihr Lehrgang zum Product Compliance Officer hat mir sehr viel gebracht. Besten Dank für die vielen aufschlussreichen Informationen und deren hervorragende Darbietung! Ich bin gerade mittendrin, unsere innerbetrieblichen Strukturen, Prozesse und Unterlagen auf Stand zu bringen."


Christoph Sonderegger, SKIDATA AG
 

"Vielen Dank nochmals für den Lehrgang, der meine Blickrichtung auf manche Dinge in meinem beruflichen Alltag sehr geändert hat."


Stefan Brinkmann, Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG
 

"Alles in allem fand ich das Seminar sehr gut gelungen. Es verschaffte mir einen grundlegenden Überblick über Anforderungen vor allem für den europäischen Markt und erlaubt mir eine Einschätzung der Lage z.B. im Dialog mit Prüflaboren."


Ralf Puschmann, dSPACE digital signal processing and control engineering GmbH

"Besonders gefallen hat mir die sehr angenehme Atmosphäre und der breite und fundierte Überblick über das notwendige Wissen. Das Verhältnis zwischen Vortrag, Diskussion und aktiver Mitarbeit war ideal."


Dr. Michael Biendl, CMS Hasche Sigle Partnerschaft von Rechtsanwälten und Steuerberatern mbB
 

Mehr Wissen zu Product Compliance und Normenmanagement
News
8. GLOBALNORM Konferenz Product Compliance und PCO-Expertendialog

23.-25.11.2020 in Berlin

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Kostenloses Whitepaper: Die Verkomplizierung bei den CE-relevanten Normen

Hintergründe und Handlungsempfehlungen zur geänderten Veröffentlichungspraxis der EU-Kommission

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Eurasische Wirtschaftsunion: RoHS Anforderungen ab dem 01.03.2020 verpflichtend

Konformitätsbestätigung erforderlich

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